Die Vier-Tage-Arbeitswoche

Die Vier-Tage-Arbeitswoche – Utopie oder Realität?

In der uns bekannten Arbeitswelt sind wir seit vielen Jahren einen Vollzeit-Arbeitstag von 8 Stunden pro Tag, also 40 Stunden pro Woche, gewohnt.

Es gibt auch Halb- oder Teilzeitarbeit, diese beziehen sich aber immer auf 8 Stunden pro Tag.

In einer Studie zu Produktivität und Gesundheit am Arbeitsplatz wurde festgestellt, dass langes Sitzen die Gesundheit beeinträchtigen oder sogar die Lebensjahre verkürzen kann, da es den Cholesterinspiegel erhöht und die Herzkapazität verringert.

Es kann auch langfristig zu Stress führen. Angst und Bewegungsmangel, verbunden mit langen Arbeitszeiten, wurden als die Übel des neuen Jahrhunderts entlarvt.

Pionierunternehmen in Vier-Tage-Arbeitswoche

Aus diesem Grund haben sich mehrere Unternehmen aus verschiedenen Ländern dazu entschlossen, den Vier-Tage-Arbeitswoche bei ihren Mitarbeitern einzusetzen.

Vorläufige Ergebnisse zeigen in allen Fällen großen Erfolg.

Natürlich wurde das Gehalt nicht angerührt, obwohl die Zahl der Arbeitsstunden reduziert wurde.

In Island wurde zwischen 2015 und 2019 ein Experiment durchgeführt. Die Arbeiter wurden für die kürzere Arbeitszeit gleich bezahlt und die Produktivität wurde beibehalten oder sogar verbessert.

Auch in Neuseeland hat die Firma Perpetual Guardian diese Art von Arbeitswoche mit großem Erfolg etabliert. Ihre Mitarbeiter fühlten sich bei der Arbeit motivierter, da sie mehr Zeit mit ihren Familien verbringen oder ihren Freizeitaktivitäten nachgehen konnten.

In Spanien war die Firma DelSol (jetzt integriert in TeamSystem) Vorreiter bei der Umsetzung der Vier-Tage-Woche im Januar 2020. Die Produktivität ihrer Mitarbeiter blieb trotz der Reduzierung erhalten.

Auch die Microsoft-Tochter in Japan setzte diesen Zeitplan mit einer hohen Gewinn- und Produktivitätsmarge um.

Die Internationale Arbeitsorganisation selbst befürwortet kürzere Arbeitszeiten.

Kritische Stimmen

Natürlich gibt es auch diejenigen, die diese Maßnahme nicht befürworten und behaupten, dass die Kosten für die Unternehmen sogar um 42% steigen könnten.

Es gibt bestimmte Räume und Arten von Betrieben, wie zum Beispiel Bars oder Friseure, die diese Maßnahme kaum etablieren könnten, da ihr Kundenkreis stark reduziert würde.

Aber in anderen Bereichen kann die Maßnahme sowohl für das Unternehmen als auch für seine Arbeitnehmer von Nutzen sein.

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