Die Tokenisierung von Vermögenswerten. Eine neue Form der Staatsschuld?
Das digitale Zeitalter und die Blockchain-Technologie führen uns zu einer digitalen Revolution auf den Finanzmärkten, die mit Bitcoins begann, aber hier nicht aufhört. Wir erleben ein neues Phänomen, das der nächste Schritt für Bitcoins ist, die „Tokenisierung“ von Vermögenswerten.
Was ist die Tokenisierung von Vermögenswerten?
Beginnen wir mit einer kurzen Erklärung, was ein Token ist. Wir könnten ohne Angst sagen, dass ein “Token” in der Umgebung, in der wir sprechen, eine digitale Version einer Aktie oder eines Anteils ist. Es handelt sich um eine Werteinheit, die von einer privaten Einrichtung ausgegeben wird.
Tatsächlich muss diese Werteinheit nicht nur mit dem Wert von etwas in Beziehung stehen, sondern kann auch zu jeglicher gewünschten Verwendung bestimmt sein.
Auf dem vorliegenden Gebiet besteht das Ziel des “Tokens” darin, einen Vermögenswert in der wirklichen Welt zu monetarisieren, um in der digitalen Welt damit handeln zu können. Auf diese Weise, könnten wir einen Teil des realen Wertes eines Gutes erwerben, auf das wir in der realen Welt keinen Zugriff hätten.
Es gibt bereits Unternehmen, die Finanzierungsrunden durchführen und “Token” anstelle von Aktien anbieten und die Zahlung in Bitcoin zulassen.
Wie kann es die Finanzen der Nationen beeinflussen?
Die Regierungen fangen an, diese neue Technologie als eine Form der Finanzierung zu betrachten. Sie prüfen die Möglichkeit, natürliche oder kulturelle Vermögenswerte als Finanzierungsform zu “tokenisieren” (es wird notwendig sein zu prüfen, ob der Kauf dieser “Token” mit Bitcoin Teil ihrer Pläne ist, oder ob sie werden weiterhin auf “traditionellen” Währungen setzen werden).
Zum Beispiel könnte Frankreich die Mona Lisa „tokenisieren“ und auf diese Weiser ihr künstlerisches Erbe monetarisieren. Oder China könnte dasselbe mit seiner Mauer tun oder Kanada mit seinen Wäldern.
Diese Strategie wird als ein Weg gesehen, um auch den natürlichen Reichtum jedes Landes zu bewahren. Wenn afrikanische Länder beispielsweise Finanzmittel erhalten, indem sie ihre Naturparks „tokenisieren“, werden sie sehr daran interessiert sein, sie zu erhalten und sie nicht für kurzfristige wirtschaftliche Renditen zu opfern.
Und was erhalte ich als Gegenleistung für einen „Token“ von der Mona Lisa?
Interessante Frage. Theoretisch muss der “Token” keine finanziellen Erträge bringen (auch nicht in digitaler Währung), er kann auch andere Arten von Diensten oder Privilegien bereitstellen.
Aber seien wir ehrlich – wenn ich einen “Token” von der chinesischen Mauer kaufe, bevorzuge ich eine Rückgabe in Form von Geld, anstatt zum Beispiel eine Priorität, um ihn besuchen zu können, weil ich höchstens ein oder zweimal China in meinem Leben besuchen werde.
Dies wirft zwei interessante Fragen auf: wie bewertet man ein kulturelles oder künstlerisches Gut und welche Art von rechtlicher Garantie sollte die „Tokenisierung“ dieser Vermögenswerte und ihre Vermarktung umfassen?
Es gibt viele Fragen und Probleme, die noch gelöst werden müssen. Aber es ist klar, dass wir die Geburtsstunde einer digitalen Wirtschaft sehen, die mit den traditionellen Finanzmärkten konkurrieren und sie vom Markt nehmen will.
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